• Peggy & Jörg

Putz dich frei

Hast du dir schon mal bewusst gemacht, dass du beim Putzen eine Vielfalt an Bewegungen ausführst, wie sonst wahrscheinlich selten in deinem Alltag?

Putzen wird oft als mühsam empfunden, dabei kann es ein wunderbares Training sein, das unseren Körper richtig durchbewegt, und dadurch die Zellen wieder gut atmen lässt.

So haben wir z.B. nach dem Fensterputzen oder über Kopf Staub wischen nicht nur saubere Fenster und Schränke, sondern auch unsere Schultergelenke mobilisiert und die umliegende Muskulatur gedehnt und gekräftigt. Auch die Bauch- und Rückenmuskulatur wird dabei aktiviert und nicht selten kommen verschiedene koordinative Fähigkeiten zum Zug.

Ist der Boden schön sauber, hat auch unser Herz-Kreislaufsystem herrlich vom Kehren, Saugen, Aufwaschen oder gar Boden Schrubben profitiert. Immer wieder Fetzen auszuwringen kräftigt die Hand- und Armmuskulatur, und über das viele Hoch und Nieder freuen sich unsere Oberschenkel und unser Po ganz besonders.

Dass die richtige Einstellung auch beim Putzen eine wesentliche Rolle spielt, konnten unter anderen die Psychologinnen Alia Crum, Ph.D., und Ellen Langer, Ph.D., von der Harvard Universität 2007 in einer Studie nachweisen. Sie untersuchten die Auswirkungen von Einstellungen, Wahrnehmungen und Überzeugungen. Den 84 Zimmermädchen, die an dieser Studie teilnahmen, war nicht bewusst, dass ihre tägliche Routine über dem, vom amerikanischen Gesundheitsdienst empfohlenem, 30-minütigen Sportprogramm lag. 67% der Frauen gaben an nicht regelmäßig Sport zu treiben und 37% waren der Meinung sie würden sich gar nicht sportlich betätigen.

Anschließend wurden die Zimmermädchen in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bekam die Information darüber, wie viele Kalorien sie mit ihrer Tätigkeit verbrennen, und auch dass sie damit mehr als genug Sport machen würden, während der anderen Gruppe diese Informationen vorenthalten wurde. Einen Monat später hatten die Teilnehmerinnen der ersten Gruppe durchschnittlich ein knappes Kilo Gewicht verloren, der systolische Blutdruck war niedriger, und der Körperfettanteil war zurückgegangen, ohne dass an den Essgewohnheiten etwas verändert worden war. Bei der Kontrollgruppe war alles gleich geblieben.

Vielleicht hast du ja Lust deinen nächsten Hausputz bewusst aktiv und freudvoll zu gestalten und die Bewegungsvielfalt beim Putzen so richtig auszukosten. Es ist einfach großartig, wie leicht es ist, seinem Körper Gutes zu tun und dann auch noch eine angenehm saubere Wohnung genießen zu können. :)

Deine Peggy

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Mitglied im Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen (BYV) und 

Mitglied im Yin (Faszien)-Yoga & Kinder-Yoga Fachberufsverband (BYV)

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