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Der achtgliedrige Weg des Patanjali

Yoga ist eines der sechs orthodoxen Systeme der indischen Philosophie. Es wurde von Patanjali in seinem klassischen Werk, den Yoga-Sutras, die aus 185 kurzen Aphorismen bestehen, zusammengetragen. Die Sutras des Patanjali sind eine Anleitung für Yoga-Schüler, mit der sie sicher ihr Ziel erreichen können.

Die acht Glieder im einzelnen:


Yama – allgemeine Ordnung

Niyama – besondere Ordnung

Asana – rechte Sitzhaltung

Pranayma – Atmen in Achtsamkeit

Pratyahara – Zurückziehen der Sinne

Dharana – Sammlung

Dhyana – Reine Beobachtung

Samadhi - Einssein

Yama

Die einzelnen Yamas sind Nichtgewalt (vor allem in sich selbst), Wahrhaftigkeit (in Dir), Nichtstehlen, Wandel im Brahman und Nichthorten.

Niyama

Die Niyamas sind die besonderen Regeln, Reinheit, Zufriedenheit, innere Glut, Selbststudium und Hinwendung zum Herrn.

Asana

Diese ersten beiden Stufen des Weges von Patanjali klingen in ihrer tieferen Bedeutung sehr schwer. Für uns im Westen ist es sogar sinnvoller auf der dritten Stufe, der Asana (rechte Sitzhaltung), zu beginnen. Ein weiterer Vorteil des Einstiegs auf dieser Stufe liegt darin, dass viele Menschen an Verspannungen oder anderen körperlichen Problemen leiden, die sie auch psychisch beeinträchtigen. Diese können durch die Vielzahl der Körperübungen, die sich aus der einen Asana entwickelt haben, gelindert oder sogar behoben werden.

Pranayama

Die Atemachtsamkeit oder auch das Beobachten des Atems, nimmt eine zentrale Rolle im Yoga ein. Im Sanskrit bedeutet "prana" Atem oder Lebenskraft und "ayama" innehalten oder kontrollieren. Wer es schafft, ihn zu kontrollieren, zum Beispiel durch die Atemtechniken des Yogas, kann daraus neue Energie und Vitalität ziehen.

Es sind vier Phasen der Atmung: das Einatmen, Zurückhalten des Atems, das Ausatmen und die Atempause. Dabei sollten Ein- und Ausatmen in etwa gleich lange dauern.

Pratyahara

Pratyahara bezeichnet das Zurückziehen der Sinne. Dabei geschieht der Abzug der Aufmerksamkeit von den Objekten ohne Mühe, da der Übende in Asana und Pranayama wie selbstverständlich nur noch auf seinen Atem lauscht und so keine Ablenkung mehr erfährt.

Dharana

Dharana ist die Konzentration, das Fixieren der Gedanken auf einen festen Punkt, wobei im Hintergrund noch andere Gedanken aufkommen können. Unterstützend ist hier das Aufsagen eines Mantras, das ist eine wohlklingende Silbe oder ein Wort, das immer wiederholt wird (z. B. OM).

Dhyana

Dieser Zustand ist eine Art Schlaf oder höheres Wachsein, in dem man alle Wahrnehmungen an sich vorüberziehen lässt, gleichgültig ob positiv oder negativ. Alles wird losgelassen und nichts kann den Yogi noch in Versuchung führen.

Samadhi

Das Einsseins mit allen Dingen der Welt. 

Es gibt den Vergleich mit der Achse eines Rades, die immer still steht und ohne die sich das Rad nicht drehen könnte.

Dadurch erfährt man ein grenzenloses transzendentales Glück und ist darüber hinaus in der Lage auch die größten Schwierigkeiten und Leiden zu überstehen.

Die acht Glieder sind auf der einen Seite Stufen einer Leiter und zum anderen Teile eines Kreislaufes.

Mit welchen Gliedern bist du vertraut?

Über welche würdest du gerne mehr erfahren?

Namastè

Peggy&Jörg

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Mitglied im Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen (BYV) und 

Mitglied im Yin (Faszien)-Yoga & Kinder-Yoga Fachberufsverband (BYV)

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