• Peggy & Jörg

Bhaskis | Das Wunder der verlangsamten Leibesübungen

Bhaskis | Das Wunder der verlangsamten Leibesübungen Dem Urmenschen musste man keine Leibesübungen lehren. Seine Lebensweise in und mit der Natur ist ein für heutige Zeiten hochkomplexes Ganzkörpertraining. Fischen, Jagen, Laufen an der frischen Luft, Bäume klettern, Speerwerfen, Sammeln, usw., sicherten ihm eine vollkommene Leibesübung und die größtmögliche Konzentration seiner Aufmerksamkeit. Sein Tag bestand ganz natürlich von früh bis spät aus ständigen Leibesübungen. Sobald wir uns zu zivilisieren begannen, beschränkten wir unsere Bewegung auf gewisse Tätigkeiten, das heißt wir übertrugen einen Teil von Arbeit auf andere Menschen, welche dann zum Teil seelenlose, schwere physische Arbeiten leisten mussten und nicht ihrer Berufung folgen konnten. Der Leib entwickelt sich in gesunder Art jedoch nur, wenn die körperliche Arbeit abwechslungsreich, spielerisch und sinnvoll ist. Die in der Neuzeit entwickelten Sportarten fordern den Leib nur sehr einseitig heraus. Will ich also meinen Leib gleichmäßig entwickeln, müsste ich täglich mehrere Sportarten betreiben, nur wer hat oder nimmt sich die Zeit dafür? Was wäre wenn ein Spiegel und gezielte Übungen, das alles verbinden könnte? Eine alte indische Tradition kennt den Weg, ganz ohne Geräte und unabhängig von Ort und Zeit. Unseren Leib zu trainieren, bedeutet von den endlosen Wiederholungen der gleichen Übung herauszutreten und stattdessen diese mit großer geistiger Konzentration zu füllen. Wir lenken also unsere Vorstellungskraft, Willenskraft und Einbildungskraft in die befindlichen Glieder. Bleiben wir bei unseren Kniebeugen. Ihr schafft nun durch euren Willen, 20-30 Wiederholungen. Auf und ab. Im zweiten Schritt bewegt ihr euch nun sehr langsam nach unten, konzentriert euch auf den Oberschenkel und dort auf die Vorderseite, den Beinstrecker. Die eine Wiederholung dauert mindestens 1 Minute. Alle Konzentration richtet ihr dorthin, auch jede Skepsis, jeden Zweifel, jede Hemmung. Es wird so sein, dass die Anzahl der Wiederholungen stark zurückgeht, gefolgt von einem viel intensiveren Üben. In weiteren Schritten lenken wir unsere Vorstellungskraft in die Leibesregionen, welche wir stärken wollen. So bauen wir Stück für Stück ein Trainingsprogramm für den ganzen Leib auf. Noch eine Übung dazu: Spanne den Bizeps an, du beugst nun deinen rechten Arm, ganz langsam. Beobachte ständig aufmerksam die Bewegung. Mit deiner Einbildungskraft vergegenwärtigst du dir, wie Prana in deinen Bizeps einströmt. Du stellst dir vor, dass sich dein Arm mit Blut anreichert. In der höchsten Beugung, verstärkst du nochmals die Spannung mit deiner Willenskraft. In dieser Spannung und mit deiner vollen Aufmerksamkeit, streckst du deinen Arm ganz langsam wieder aus. Diese eine Übung und eine Wiederholung sollte ca. 1 Minute dauern. Dieses Zeitlupentraining stammt aus Indien und hatte das Ziel Aufbauarbeit für den Leib und das Bewusstsein zu fördern. Die Übungen der Bhaskis sind: 1. Speerwerfen 2. Bogenschießen 3. Säbelfechten 4. Gewichtstemmen 5. Holzhacken 6. Laufen 7. Faustkampf 8. Schwimmen 9. Tauklettern 10. Brunnenziehen 11. Tauziehen 12. Ringkampf Wichtig ist sich selbst, am Anfang vor einem Spiegel, hochkonzentriert zu beobachten. Alles entspringt deiner Vorstellungskraft, deiner Willenskraft, deiner Konzentration. Ein komplettes Programm dauert ca. 30 Minuten. Möchtest du mehr über dieses System der Leibesübungen erfahren? Wie ist deine Wahrnehmung bei der Kniebeuge und Bizepsübung? Ich wünsche dir einen vollkommenen Zugang. Liebe Grüße, Jörg

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